Teppichbesuch im Loft von Carolin Lessoued


 

 

 

Deine Wohnung ist ein Traum.

 Eine Loft Etage mitten in Berlin und mit Blick auf deine alte Grundschule. 

Du hast eine Zeitlang den Stadtrand getestet und bist wieder zurückgekommen. 

Erzähl uns doch mal wie Du das Leben im Einzelhaus am Stadtrand empfandest und wieso Du wieder in der Stadt lebst.

 

 

Ich bin da nach wie vor sehr ambivalent eingestellt. Natürlich kann ich absolut nachvollziehen, dass irgendwann offenbar jede:r an den Punkt kommt, an dem man sich denkt, ich möchte raus aus der Stadt, raus aus dem Lärm, teilweise auch einfach raus aus dem Müll. 

 

Es war bei mir bzw. uns damals nicht unbedingt so, dass wir aktiv auf der Suche waren (dafür waren wir auch noch zu jung), es hat sich eher durch eine familiäre Entscheidung ergeben, dass wir mein Elternhaus gekauft haben. Und es war wirklich schön! Nicht zu groß, viel Potential, super gemütlich, schön angelegter Garten. Und für Kind und Hund natürlich super. 

 

 

 

Ich musste aber im Laufe der Zeit für mich einfach feststellen, dass – obwohl der Platz viel größer, die Luft zum Atmen viel sauberer und der Raum zum Denken wohl auch mehr – ich mich so stark limitiert gefühlt habe. Ich denke, ich lebe, ich bin. Tatsache ist, Berlin ist nicht Deutschland. Und Deutschland nicht Berlin. Und ich brauche Berlin, mit all seiner Lautheit und Buntheit offenbar sehr. 

 

 

 

Ein Loft zu bewohnen ist bestimmt vielen Menschen Traum, wie kam es dazu und wie glaubst Du könnte man sich diesen Traum erfüllen.

 

Meiner war es auch schon immer! Es war eine schmerzliche Reise bis hierhin, da ich unter relativ viel Zeitdruck stand, eine Wohnung zu finden. Ich habe mich innerhalb weniger Tage auf so viele Wohnungen beworben – und selten bis nie eine Antwort bekommen. Dass ich hier lebe, verdanke ich einem Freund, der mich direkt anrief als er mitbekam, dass hier etwas frei ist. Von Besichtigungen bis Einzug sind dann auch echt nur wenige Tage vergangen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie bei der Besichtigung die Tür verschlossen wurde und ich schon beim Reinkommen das warme Gefühl bekam, dass diese Wohnung mein, bzw. unser neues Zuhause sein wird. 

Dein Einrichtungsstil ist so inspirierend. Es strahlt hier vor Lebensfreude und Kreativität.

Ich glaube auch, wenn man sich natürlich gern inspirieren lässt, ist Stil nicht wirklich kopierbar. 

Wie würdest Du deinen Stil beschreiben, woher die Inspiration stammt?

 

Danke für das tolle Kompliment! Ich glaube, genau darum geht es mir (unterbewusst) beim Einrichten der Wohnung. Sich nicht zu ernst zu nehmen, Spaß zu haben, ein Zuhause zu schaffen, dass uns immer wieder zum Lachen bringt. Ich mache viel gemeinsam mit meiner Tochter und lasse sie mit über Farben, Gegenständen und Co entscheiden. Dabei kommen oft so tolle Sachen heraus! Beschreiben lässt sich das in meinen Augen schwer, „Alles ist erlaubt“ oder „Alles, was Spaß macht“ trifft es wohl ganz gut :) 

 

Meine Inspiration ziehe ich aus allem. Aus Mode, Magazinen, Instagram, anderen Wohnungen… Im Grunde aus allem, was ich sehe. Ich merke aber schon auch oft, dass ich auf große Augen stoße, wenn ich zeige oder darüber spreche, was ich vorhabe, zu kombinieren. Am Ende gefällt es dann aber doch den Meisten sehr. Ich bin da einfach gerne mutig und denke nicht allzu viel drüber nach, ich vertraue meinen Bauch und Geschmack vollständig. Nicht nur bei der Einrichtung. 

 

Was wären deine Geheimtipps für die schönen Dinge, die der Mann in deiner Wohnung findet? 

Wo shoppst Du am liebsten on- und offline für Möbel, Accessoires, Kunst und Fashion?


Also was meinen Boden angeht, ganz klar bei euch!

Seit ich vor 8 Jahren meinen ersten Teppich gekauft habe, bin ich zur Serientäterin geworden. Nun sind es schon 5 und ich denke schon wieder darüber nach, wo ich noch einen unterbringen könnte (Tipp: ich wünsche mir farbenfrohe Badvorleger :)) 

 

Super gerne schaue ich auch bei Instagram und online bei Hans & Hans, eine tolle Truppe mit enorm gutem Geschmack für Vintage Furniture. Viele der alten Stücke aus meiner Wohnung habe ich von ihnen und liebe sie innig, so bspw auch den Saarinen Tisch in der Küche oder die Kommode im Wohnzimmer. Im Urlaub und auch in Berlin gehe ich gerne auf Flohmärkte und kaufe Lampen oder Kunst, aber natürlich findet man mich unbedingt auch bei den tollen Designermarken wie Hay, Stringfurniture, Louis Poulsen und und und. Ich kombiniere hier einfach gerne Farbe! Kunst kaufe ich gerne im Ausland in kleinen Galerien, über Instagram und Etsy oder über Marktplätze wie Kunst100. Und Fashion - wirklich ÜBERALL :)  

 

 

Ich freu mich natürlich riesig, dass bei Dir so viele schöne Berberlin Teppiche liegen! Was hast Du warum ausgewählt?

 

Ich kann so schwer widerstehen, seit ihr den Verkauf auch über Instagram anbietet, haha. 

(Anmerkung der Redaktion: Hier gehts zu Instagram) :  https://www.instagram.com/berberlin_rugs/

Aber mal im Ernst, der Teppich im Zimmer meiner Tochter war Nummer 1 und lag früher unter einem riesengroßen Esstisch. Da geht es darum, etwas Farbe und Gemütlichkeit in ein Wohnzimmer zu bringen. Genau so finde ich sie aber auch für Kinderzimmer perfekt!

Den langen Läufer im Flur liebe ich über alles. Ich bin sehr lange unsicher gewesen, ob ich ein Kombi aus mehreren Läufern möchte oder nur einen langen, da mein Flur über 10 Meter lang ist. Als ich diese hier gesehen habe, war es um mich geschehen. Vorher lag der zwar kleinere, aber deutlich „lautere“ Läufer im Flur, der nun seinen – in meinen Augen – perfekten Platz vor unserer Guten-Laune-Küche gefunden hat. 

 

Und naja, als ich das erste Mal die Ergebnisse eurer eigenen Editionen auf Instagram sah, war klar, dass einer davon vor meinem Bett liegen muss, er passt einfach perfekt in das Farbschema des Raumes und so ist ein Teppich vor dem Bett einfach UR-gemütlich .  

 

Du bist eine echte Berlinerin und auch dein Job ist so richtig Berlin. 

Erzähl doch mal, was machst Du beruflich?

Zusammen mit meiner Freundin Kerstin habe ich vor 10 Jahren die Kommunikations und Experience Agentur Openers gegründet. Wir arbeiten vorrangig für internationale Unternehmen (Startups oder Scale Ups, das kann jeder für sich selbst entscheiden :) aus dem Bereich Tech und Lifestyle, welche in Deutschland aktiv sind oder werden wollen. Von Lokalisierung über Go-To-Market-Strategien bis hin zu PR, Community Building und eben Events und Aktivierungen jeglicher Couleur machen wir alles. Zu unseren Kunden gehören bspw Vinted, Cowboy Bikes, Backmarket, Spotify oder Get Your Guide. Zusätzlich bin ich zeitweise auch als Mentorin in verschiedenen Programmen aktiv und habe auch schon in Unternehmen investiert. 

 

Und Du engagierst Dich auch sozial, was ich so toll finde, erzähl doch mal.

 

Im Grunde überall und immer, wenn ich die Zeit dafür finde, das kann im ganz Kleinen oder Großen passieren. Ganz aktuell bin ich aber sowohl mit der Agentur als auch privat für eine neue Diversitätsinitiative aktiv, welche von einer befreundeten Unternehmerin ins Leben gerufen wird und im Spätsommer das Licht der Welt erblicken darf. Ich freue mich sehr! 

 

 

 

Was ist für Dich Berlin und wo hältst Du dich am liebsten auf?

 

Berlin ist für als Berlinerin vor allem vielseitig. Und damit meine ich nicht unbedingt, dass es bunt ist, sondern dass Berlin wahnsinnig groß ist und genau genommen viele kleine Städte und Gemeinden in einer Millionenstadt verbindet. Durch meine lange Zeit in Berlin konnte ich schon in vielen Bezirken wohnen und hatte auch – durch Freundschaften oder Jobs – die Möglichkeit, über die klassische Szene-Bezirke hinauszuschauen. Ich muss gestehen, dass ich teilweise langweilt, wenn Menschen sich nur in Kreuzberg und Neukölln, oder aber nur in Mitte und Prenzlberg aufhalten. Das ist so viel verschenktes Potenzial! Berlin ist eben nicht nur fancy, oder nicht nur alternativ, Berlin ist einfach so viel mehr, was die Meisten überhaupt nicht kannten. Um auch die Frage zu beantworten: Ich bin gerne überall. Einer meiner Lieblingsplätze in Berlin wird aber für immer der Volkspark Friedrichshain und das Café Schönbrunn mit dem nahen Springbrunnen bleiben. Nostalgie pur und immer noch so wunderschön – auch architektonisch spannend! 

 

Wenn du nur ein Wochenende in Berlin hättest, was würdest Du tun?

 

Essen, auf jeden Fall essen. Ich bin so glücklich und dankbar in einer Stadt zu leben, in der ich alle meine Food Spleens ausleben kann. Neben dem Essen auf jeden Fall sitzen und schauen, ich liebe es, eine Stadt so kennen zu lernen. Und dann natürlich ganz klar durch die Bezirke laufen. Ich würde mir hier jeweils 3-4 Bezirke pro Tag vornehmen und schlendern - dazu gehört für mich shoppen, die eine oder andere Galerie besuchen und auch Open Air Clubs / Biergärten mitzunehmen. Am Abend dann in eine gute Weinbar mit bestem Essen, später noch stärkere Drinks und dann ins Nachtleben. 

 

 

Und zu allerletzt haben wir beide festgestellt, man sollte mal wieder Tourist in der eigenen Stadt spielen und wir haben uns für ein Date verabredet. 

Wo wollen wir hin?

 

Ich gehe davon aus, dass uns folgende Dinge wichtig wären, die eigentlich ganz gut zu meinem Berlin Wochenende passen würden: 

 

Kunst & Kultur - zB die NBB Gallery oder ein Ausflug in den Westen? 

Etwas Window Shopping bei lokalen Unternehmen in Kreuzberg/Neukölln.

Eine Weinbar mit hervorragendem Essen wie das Jaja.

Drinks dann in der Brutal Bar? 

Und dann vielleicht noch 1-2 h tanzen? :) :) 

 

LIEBE CAROLIN, ES WAR WUNDERSCHÖN DICH IN DEINEM TRAUM VON ZUHAUSE BESUCHEN ZU DÜRFEN! 

VIELEN LIEBEN DANK! 

 

Und ich freue mich auf unser Berlin Date. 

Hier können Sie Ihre Euch Carolins Agentur angucken.

https://www.opnrs.com/

 

 

 

 

 

Interview: Julia Schauenburg-Kacem

Fotos. Briony Ridley  

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